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Erster Start in Vereinsfarben

Erster Start in VereinsfarbenRené Richter erstmals in Vereinsfarben (Foto: privat)

Der 21. Juni war für viele Läuferinnen und Läufer ein besonderer Tag. Nach rund dreimonatiger Coronapause fand in Dresden mit dem „Restart Run“ der erste offizielle Lauf über 7,2 bzw. 10km statt, an dem die Teilnehmer wieder gemeinsam an der Startlinie stehen konnten, auch wenn in mehreren Wellen am Schillergarten gestartet wurde, um den Abstandsregeln gerecht zu werden. Ziel war das Heinz-Steyer-Stadion.

Für den Citylauf-Verein Dresden waren drei Läuferinnen und drei Läufer über die zehn Kilometer am Start. 

Ein besonderer Lauf war es für René Richter (M55). In 46:36min und damit neuer persönlicher Bestzeit bewältigte er die Strecke und diesmal erstmals in den Vereinsfarben. Hinter Uwe Zentsch  (42:20min) bedeutete dies zudem Platz zwei der M55. Seit Februar 2020 ist er Mitglied  im Citylauf-Verein. Etwas nervös war er vor diesem Start. Da war zunächst die Ungewissheit über den eigenen Stand nach der Pause (sein letzter Wettkampf war der Wintercross in Radebeul), aber auch die Ungewissheit, was einen erwartet bei einem Wettkampf unter besonderen Bedingungen.

„Es war eine gelungene Veranstaltung, trotz der Auflagen“, so das Fazit von René Richter. „Im Startbereich herrschte große Disziplin bei den Teilnehmern bezüglich der Auflagen. Es  war ein entspannter Start bei gegenseitiger Rücksichtnahme.“ Allerdings fehlte die gewohnte Atmosphäre mit Stimmung und Zuschauern an der Strecke. „Im Ziel herrschte fast die gewohnte Atmosphäre.  Allerdings vermisste man auch hier den persönlichen Kontakt zu den Mitläufern, da alle wie gewünscht relativ zügig den Zielbereich verlassen haben.“

Julius und Manuela Jurowiec (Foto: privat)

„Julius und ich haben uns gefreut, dass es endlich wieder einen öffentlichen Lauf gab“, erzählte Manuela Jurowiec.“Daher war die Entscheidung schnell gefallen, dass wir mitmachen. Wirklich intensiv trainiert haben wir vorher beide nicht, deswegen sind wir mit unseren Zeiten auch zufrieden. Wir fanden den Lauf schon anstrengend, aber schön, dass man endlich wieder mit anderen laufen konnte.

Ich bin von Anfang an in einer 3er Gruppe von Damen gelaufen. Das war nett. Leider sind die anderen zwei Damen nicht die zehn Kilometer gelaufen, so dass ich die letzten drei Kilometer eher völlig allein gelaufen bin. Aber am Heinz-Steyer-Stadion wurde man nochmal angefeuert. Und die Blechtrommler waren da … die machen immer gute Stimmung und gute Laune. Wir fanden den Einstieg gelungen. Jetzt steigt die Motivation fürs Training sicher wieder ein bisschen mehr.“ Julius Jurowiec (mU20) war nach 45:50min im Ziel. Seine Mutter Manuela (W45) benötigte 1:08:08h.

Julius Jurowiec (Foto: Laufszene Sachsen)

Ina Trodler (W40) lief 56:47min und Sophie Körnig (W30) 55:07min. „Im Startbereich wirkte es relativ normal“, so Sophie Körnig. „Einige trugen Mundschutz – die Meisten versuchten nur Abstand zu halten. Nur die Anzahl der Läufer hielt sich in Grenzen im Vergleich zum gewohnten Getummel. „Die Stimmung beim Lauf war eher ruhig, es gab wenig Unterstützung entlang der Elbe, kaum Musik, nur einen Getränkestand und ein paar Trommler kurz vorm Ziel. Mir persönlich gefällt es schon besser, wenn etwas mehr Action entlang der Strecke ist. Aber auch das wird sicher wieder kommen…“

von Claudia Trache
Veröffentlicht am 2020-06-24

Stufenweise Start des Citylauf-Vereinstrainings

Stufenweise Start des Citylauf-Vereinstrainings

Liebe Sportler, liebe Eltern,

wir hoffen, Ihr habt alle die letzten Wochen gut bewältigt und Euch interessiert, wann und wie wir in den Trainingsbetrieb, speziell in unsere Freiluftsaison im Steyerstadion, zurückkehren. Die aktuellen politischen Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene lassen unter bestimmten Rahmenbedingungen Vereinssport wieder zu. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hat Empfehlungen herausgegeben, die Sportstättenbetreiber konkretisieren diese Vorgaben standortspezifisch und geben die Organisation und Kontrolle der Umsetzung aller Maßnahmen an die Vereine weiter. Wir wissen alle, wie hoch frequentiert die Stadionbelegung immer war und das auch die Sportgruppen der anderen Vereine „in den Startlöchern“ sitzen. Gemeinsam mit unseren Trainern wurde in einer gestrigen Besprechung folgendes beschlossen:

  1. Die Sicherheit aller Sportler und Trainer steht an erster Stelle. Insofern es nicht gelingt, mit den Sportlern und Familien folgende Kontaktbeschränkungs-, Hygiene- und Abstandsregeln konsequent umzusetzen bzw. sobald sich neue politische Entscheidungen ergeben sollten, findet kein Training statt
  2. Unsere Jugendsportgruppe steigt ab Montag, den 11.05.2020 (18 Uhr), wieder ins Training ein. Die mittlere Bambinisportgruppe startet ab 18.05.2020 (17 Uhr), probeweise (!). Mit dieser Altersgruppe muss getestet werden, inwieweit sie altersbedingt in der Lage ist, die Regeln einzuhalten. Aus diesen Erfahrungen heraus ergibt sich dann ein Zeitpunkt, wann die jüngere Bambinigruppe beginnt.
  3. Alle Eltern entscheiden selbst, ab wann ihr Kind wieder am Training teilnimmt und teilen es den Trainern mit (Jugendgruppe per Mail an Christoph, alle anderen in der Whatsappgruppe)
  4. Sportler, Begleitperson und Trainer, die Erkältungssymptome haben, dürfen nicht die Sportstätte betreten bzw. am Training teilnehmen
  5. Sportler (bzw. deren Eltern) und Trainer, die einer Risikogruppe angehören, entscheiden und haften selbst, inwiefern sie sich dem Ansteckungsrisiko während des Trainingsbetriebes aussetzen
  6. In Verantwortung der Trainer liegt die Auswahl der Übungsinhalte und der Durchführung der Trainingseinheiten unter Gewährleistung der Hygiene- und Abstandsregeln. Die Sportgruppe wird so aufgeteilt, dass ein Trainier nicht mehr als 5 Sportler betreut. Dazu zählt auch die Reinigung/Desinfektion der benutzten Sportgeräte im Anschluss des Trainings
  7. Die Trainer führen mit den Sportlern zu Beginn des Trainings eine Belehrung zu den geltenden Regeln durch
  8. Sollten bei Sportlern und Trainern im Nahkontaktbereich (familiär, schulisch, in der Kita, beruflich) CORONA-Virusinfektionen oder Verdachtsfälle bei Dritten auftreten, so ist der Vorstand des Citylaufvereins darüber unverzüglich zu informieren und eine vierzehntägige Trainingspause (auch bei Symptomfreiheit) einzuhalten
  9. Im gesamten Sportstättenbereich ist das Parken untersagt. Fahrgemeinschaften der Sportler im gleichen Auto sollen vermieden werden
  10. Alle Sportler kommen in Sportkleidung zum Training. Duschen und Umkleiden sind geschlossen. Die Toilette ist geöffnet
  11. Unnötige Aufenthaltszeiten (vor und nach dem Training bzw. Wartezeiten für die Begleitperson während des Trainings) sind im gesamten Sportstättengelände verboten. Die jüngeren Sportler werden 5 Minuten vor Trainingsbeginn einzeln von der Begleitperson übernommen und am Trainingsende übergeben. Die Anzahl der Begleitpersonen sollte so gering wie möglich sein. Insbesondere jüngere Geschwisterkinder müssen innerhalb der Sportstätte so betreut werden, dass sie nicht unbeaufsichtigt herumlaufen

Wir freuen uns auf Euch!

von Heiko Poland
Veröffentlicht am 2020-05-08

Probelauf Vereinstraining am Mi. 6. Mai 2020

Probelauf Vereinstraining am Mi. 6. Mai 2020
Liebe Cityläuferinnen und -läufer,
wie ihr sicherlich am vergangenen Donnerstag vernommen habt, ist eingeschränktes Vereinstraining seit Montag wieder erlaubt.
Diese Chance möchte ich natürlich nutzen und Euch auch mal wiedersehen. Das Ganze kann allerdings vorerst nur als Probelauf stattfinden, da ziemlich viele Regeln eingehalten werden müssen und wir mal schauen müssen, ob unter diesen Bedingungen ein gemeinsames Training überhaupt Sinn macht.
Einen kleinen Einblick könnt Ihr im angehangenen Schreiben bekommen.
Also, lasst uns kurzfristig morgen am Mittwoch, den 6.5.2020 um 18:00 Uhr fertig umgezogen vor oder im Steyer-Stadion mit Mindestabstand von 1,50m treffen.
Wenn wir zu viele werden, bzw. das Training unter Einhaltung der Regeln nicht möglich ist, dann kann ja jeder auch einen eigenständigen Dauerlauf von da starten.
Umkleide und Duschen stehen auf keinen Fall zur Verfügung und auch die Nutzung des Stadioninnenraums ist bis jetzt vom Sportstättenbetrieb noch nicht freigegeben.
Ich freue mich jeden Falls auf Euch auch wenn Handshake und Umarmungen nicht gestattet sind.
Viele Grüße
Euer Heiko
von Heiko Poland
Veröffentlicht am 2020-05-05

Auszeit nutzen und Lebensansichten hinterfragen

Auszeit nutzen und Lebensansichten hinterfragenBirgit Harz beim Joggen im Großen Garten (Foto: privat)

Nachdenkliche Worte findet Nathalie König in diesen Tagen, in denen vieles nicht mehr wie gewohnt funktioniert:

„So sehr die Auswirkungen dieser Krise unsere Lebensfreude auch trüben mag, sehe ich auch eine Chance für jeden Einzelnen und die Menschheit. Das Leben schenkt Einigen im Moment unbewusst Zeit. Zeit, die man nutzen kann, in sich zu hören, Lebensansichten zu hinterfragen und sich selbst ein Stück näher zu kommen. Eine Botschaft, die mir in diesem Rahmen sehr viel bedeutet: Mit einem gesunden Lebensstil aus Bewegung in Abwechslung mit Auszeiten für die innere Balance und einer bewussten Ernährung das Immunsystem von innen stärken und dadurch die Immunabwehr unterstützen.“

Als Dorfbewohnerin ist sie in der für sie glücklichen Lage, dass sie fast uneingeschränkt trainieren kann: „Ich habe jederzeit Zugang zur Natur und finde eine Vielzahl an Strecken für kurze Intervalle, Tempodauerläufe und ruhige lange Einheiten.“

Momentan kann man sie oft auf dem Radweg Aue-Blauenthal oder auf dem Erzengelweg zwischen Bockau und Aue in Begleitung mit ihrem Opa antreffen. „Mit Ausnahme von Udo Hendel, meinem Trainer, kennt mich keiner als Läuferin besser und hat den größten Einblick in mein Training“, erzählt sie. „Schon meinem Papa war er zu seinen sportlichen Spitzenzeiten stets zur Seite. Dadurch, dass wir in einem Haus gemeinsam wohnen, darf er mich auch weiterhin begleiten und kommt gleichzeitig an die frische Luft, tankt Vitamin D und bleibt ebenfalls aktiv.“

Nathalie König mit ihrem Opa (Foto: privat)

Bester Gesundheit erfreut sich zurzeit auch Birgit Harz, mit 76 Jahren, das älteste aktive Vereinsmitglied. Gemeinsam mit ihrem Mann geht sie einmal in der Woche Wandern, zum Beispiel zur Babisnauer Pappel und läuft zweimal pro Woche im großen Garten, während ihr Mann walkt. Zu Hause absolvieren sie regelmäßig Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht, können aber auch Gewichtsmanschetten und Kurzhandeln verwenden. Wenn das Wetter nicht so mitspielt, nutzen sie abwechselnd ihr Fahrradergometer. Bei schönem Wetter schwingen sie sich auch aufs Fahrrad und radeln zum Beispiel nach Quohren bei Kreischa zum Bärlauch ernten. Kontakt hält Birgit Harz in dieser Zeit auch mit dem einen oder anderen Vereinsmitglied per whatsapp oder durch ein Telefongespräch.

Birgit Harz auf Fahrradtour (Foto: privat)

Auch sie würde sich sehr freuen, wenn sie in diesem Jahr doch noch an der einen oder anderen Laufveranstaltung teilnehmen kann. In der aktuellen Lage macht sich Birgit Harz aber auch noch über etwas anderes Gedanken: „Was machen eigentlich jetzt die ganzen Zeitnehmer, die all die Sportveranstaltungen mit ihrer Zeitmesstechnik begleiten?“

Zeitmesstechniker im Wartestand

„Unsere drei Angestellten mussten wir in Kurzarbeit schicken“, berichtet Hans-Joachim Weidner von Lausitz-Timing. Seit 15 Jahren bietet der Verein Lausitzer Sportevents e.V.   den Service der Zeitmessung an. „Begonnen haben wir damals mit Veranstaltungen von Inlineskaten und Radrennen. Erst später sind Laufveranstaltungen dazu gekommen. Lausitz-Timing haben wir als Wirtschaftsunternehmen ausgegliedert, um Arbeitsplätze zu schaffen. Zeitmessung bei Sportveranstaltungen anzubieten, war zu der Zeit in unserer Region eine Marktlücke.“

Wie es weitergeht, ist noch ungewiss. „Eigentlich sind für die nächsten drei Jahre ausgebucht“, sagt er. „Von der Brandenburger Polizei haben wir erfahren, dass wohl vor Mitte Juli/August keine größeren Lauf- oder Radveranstaltungen stattfinden können, eventuell auch länger.“ Doch auch Lausitz-Timing hat monatliche laufende Kosten zu bedienen. Die Zeit wird es zeigen, wie es weitergeht.

In einer vergleichbaren Situation befindet sich auch das Unternehmen Bär Service GmbH aus Bischofswerda, das in diesem Jahr traditionell normalerweise die Zeitmessung für den Citylauf durchgeführt hätte. „Ich schätze, dass mindestens bis zu den Sommerferien keine Sportveranstaltungen durchgeführt werden. Viele Veranstalter sagen ja bereits jetzt schon nach und nach ab“, so Andreas Bär.

In seinem Büro arbeiten sieben Angestellte, die nun auch Kurzarbeit beantragen mussten. „Ich bin dennoch zuversichtlich, dass es nach der Krise weitergehen wird. Mit vielen Veranstaltern erleben wir auch in der jetzigen Zeit ein sehr soziales und familiäres Miteinander.“

In der Region als Zeitmesser bekannt ist auch Andreas Burow mit seiner Plattform Triathlon-Service.de. Auch bei ihm häufen sich die Absagen der Veranstalter, zum Teil schon bis in den Juni rein, wie er erzählt. Seit 20 Jahren betreibt der inzwischen 66-Jährige die Zeitmesstechnik für größere und kleinere Lauf- und Triathlon-Veranstaltungen. Auch er hat in der jetzigen Situation Ausfälle und wird die vom Bund bereit gestellten Zuschüsse beantragen.

Dennoch ist er in einer relativ komfortablen Situation. Er hat keine Angestellte, die er in Kurzarbeit schicken muss, sondern arbeitet mit seiner Frau quasi in einem Familienunternehmen. „Die großen Veranstaltungen habe ich schon länger abgegeben“, erzählt er. „Das macht jetzt meine Tochter mit Berlin-Timing. Die kleineren Läufe in der Region möchte ich schon gern noch in den nächsten drei Jahren betreuen, mich dann aber langsam in den Ruhestand zurückziehen.“

So kann die Lauffamilie nur gemeinsam abwarten, wann es wieder losgeht, die Startpistole die Läuferschar wieder auf die Reise schickt und die Zeitnehmer zum Einsatz kommen können.

von Claudia Trache
Veröffentlicht am 2020-03-31

„Die beste Alternative zum Laufen ist Laufen“

„Die beste Alternative zum Laufen ist Laufen“Gustav Paulitz - Zieleinlauf-Nebel-Freude nach dem symbolischen Citylauf (Foto: privat)

Für den einen oder anderen ist der Sport in der aktuellen Lage um das Coronavirus vielleicht etwas in den Hintergrund getreten, sei es aufgrund gesundheitlicher oder auch wirtschaftlicher Sorgen. Für andere bleibt der Sport ein wichtiger Ausgleich zum Alltag.

Wer Sport treiben möchte, egal ob Leistungs- oder Breitensportler, muss derzeit improvisieren und oft Alternativen finden, da Sportplätze und –hallen, Fitnessstudios und Schwimmhallen geschlossen sind.

Am einfachsten haben es da immer noch die Individualsportarten, wie Laufen, Leichtathletik oder Triathlon. So kommt Tino Sickert auch zu dem Fazit „Die beste Alternative zum Laufen ist Laufen“.

„So einschränkend die derzeitigen Anweisungen sind, das Gute darin ist, dass wir Läufer im Grunde gar nicht eingeschränkt sind“ sagt er. „Klar, man kann in keine Laufhalle und manchmal ist es immer noch kalt und windig oder regnerisch oder beides, wo man sicherlich lieber in die warme Halle ausweichen wöllte. Aber als Läufer lässt man sich davon nicht stören. Ich habe mein Trainingsprogramm dahingehend „justiert“, dass aufgrund der Wettkampfsperre ein Tempotraining wenig Sinn macht. Also laufe ich längere Strecken im niedrigen Tempo und mache vermehrt Tempodauerläufe. Wenn es mal Intervalle sein sollen, dann finden auch die in der Natur statt. In der Nähe meiner Arbeit habe ich da eine 1000m-Runde gefunden, die auch ein paar Anstiege enthält. Also ein sehr realistisches Cross Training.“

Auch Uwe Merdon schreibt, dass es ihm gut geht und es sportlich fast wie gewohnt läuft:

„Ich laufe regelmäßig viermal pro Woche. Es ist aber nicht ganz so effektiv wie sonst, da wichtige Trainingsinhalte, die für Wettkämpfe notwendig sind, nicht ausreichend trainiert werden. Unser gemeinsames Mittwochstraining fehlt da sehr. Intervalle lassen sich in der Gruppe viel besser trainieren als allein, zumal ja auch die Motivation etwas leidet. Alternative Trainingsformen sind wie sonst auch Stabi-Übungen und Krafttraining.“

Verstärkt mit Stabiübungen, Krafttraining und Dehnung beschäftigen sich zurzeit auch Claudia Dittrich und Nachwuchsläufer Gustav Paulitz.

„Durch den Wegfall der festen Trainingszeiten beim Citylaufverein und im Tennisclub musste ich mich irgendwie erst einmal neu organisieren“, erzählt Gustav Paulitz. „Das ging los, als wir den abgesagten Citylauf_2020 quasi bei uns in der Heide symbolisch gelaufen sind. Exakt 5km, mit einer kleinen Ziel-Einlauf-Nebel-Freude. Da habe ich gestaunt, wie viele Leute bei Strava ebenfalls „ihren“ Citylauf absolviert haben. Echt cool.“

In der wettkampffreien Zeit geht er ein- bis zweimal in der Woche im Wald laufen und absolviert dreimal wöchentlich zu Hause eine Workout, bestehend aus Übungen, wie Liegestütze, Klimmzüge, Unterarmstütz und Bauchmuskelübungen. Dabei kommt er auch selbstkritisch zu der Erkenntnis: „Das müsste ich eigentlich auch in der normalen Zeit regelmäßiger tun.“

Gustav Paulitz beim Workout zu Hause (Foto: privat)

Er hofft, wie so viel andere, dass sie sich bald wieder gesund zum gemeinsamen Training an der frischen Luft treffen können und es dann auch bald wieder Wettkämpfe gibt.

Die fehlenden Wettkämpfe sind ein Grund für gegenwärtige Motivationsprobleme bei Claudia Dittrich. „Ich wollte eigentlich in drei Wochen an meinem ersten Ultra-Wettkampf teilnehmen, der leider ausfällt“, erzählt sie. „Mir ist natürlich klar, dass das die einzig richtige Entscheidung war, aber die Absage hat mich doch sehr runtergezogen. Die letzten zwei Wochen bin ich deshalb sehr wenig gelaufen. Jetzt habe ich mich so langsam mit der Situation arrangiert und mir vorgenommen, die nächsten Wochen ohne Druck einfach nach Gefühl zu laufen und statt Kilometer zu sammeln, mehr Zeit in Stabitraining, Dehnübungen und Ausgleichssport zu investieren. Im Winter war ich regelmäßig schwimmen. Da das momentan nicht möglich ist, werde ich es mal mit Inlineskaten versuchen.“

von Claudia Trache
Veröffentlicht am 2020-03-31

Info’s zum Trainingsbetrieb und weiteren Veranstaltungen des Citylauf-Vereins Dresden

Liebe Cityläuferinnen und -läufer,

sehr schmerzlich musste unser Citylauf zum 30. Jubiläum abgesagt werden bzw. konnte nur individuell als MEINCITYLAUF Virtual Run auf STRAVA stattfinden.

Das ist und wird allerdings nicht die einzige schmerzliche Sache sein bzw. bleiben.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie einen Appell an alle Sportler in Deutschland gerichtet: „Seid vernünftig, verzichtet auf das, was euch allen lieb geworden ist – auf das sportliche und soziale Miteinander im Verein zunächst für einige Wochen, so schwer das auch fällt“

Ab sofort findet vorerst kein Training für die Bambinis/Kids (immer Montags 17:00 Uhr) und Jugendlichen (aktuell Mittwochs 18:00 Uhr) statt.

Unsere Trainer Anke und Kai haben uns schon frühzeitig auf den Infektionsschutz hingewiesen und um Aussetzen des Trainingsbetriebes gebeten. An dieser Stelle möchte ich den beiden gern öffentlich Danke sagen, dass sie immer mit viel Verantwortungsbewusstsein für den Citylauf-Verein tätig sind.

Zusammen mit den anderen Bambini-Trainern haben sie sich (wie immer) etwas einfallen lassen und planen die Wiederaufnahme des Trainings gebührend mit einem internen „Lauf nach Musik“ für unsere Bambinis zu feiern.

Ggf. Erwachsenentraining am kommenden Mittwoch 18.3. um 18:00 Uhr draußen vor dem Steyer-Stadion. Weitere Mittwochstermine sind aktuell fraglich und werden wenn kurzfristig bekannt gegeben bzw. entschieden.

Die Wiederaufnahme des geregelten Trainings ist abhängig von der weiteren Ausbreitung dieser Viruskrankheit in unserer Region, von politischen Entscheidungen auf Landesebene und von Empfehlungen des Gesundheitsamtes, des Landessportbundes und des Kreissportbundes Dresden.

Unter anderem fällt leider auch die Landesmeisterschaft Straßenlauf am 4. April in Lengenfeld aus.

Unsere Mitgliederversammlung vom 7. Mai wird auf jeden Fall auch in die zweite Jahreshälfte verschoben.

In diesem Sinne, tut was man tun kann: Abwarten, Hygiene von außen, Sport und gesunde Ernährung von innen und immer die Sonne im Herzen behalten!

Sport frei! Und beste Grüße

Euer Citylauf-Verein,

Euer Heiko

von Heiko Poland
Veröffentlicht am 2020-03-16

Hinweise zu abgesagten Sportveranstaltungen

Aus gegebenen Anlass finden alle Interessierte nachfolgend zwei Links zur Homepage des Leichtathletikverbandes Sachsen, um sich über bereits abgesagte Veranstaltungen zu informieren:

Lichtenauer Sachsen-Cup 2020

verschiedene Landesmeisterschaften

 

Allen Läuferinnen und Läufern trotz allem ein schönes, sonniges Wochenende.

 

von Claudia Trache
Veröffentlicht am 2020-03-13

Georg Bär Gesamtsieger in Bad Muskau

Georg Bär Gesamtsieger in Bad MuskauGeorg Bär, Gesamtsieger in Bad Muskau (Foto: privat)

Anfang März fanden noch einige Laufveranstaltungen statt, auch mit großer Beteiligung von Cityläuferinnen und –läufern. Traditionell eröffneten Detlef und Georg Bär die Laufsaison am vergangenen Sonntag beim Schlossparklauf in Bad Muskau. Beide liefen die zehn Kilometer. Georg Bär konnte dabei seinen Vorjahreserfolg wiederholen und lief als Erster über die Ziellinie.

Start in Bad Muskau (Foto: Bär)

Georg Bär beim Schlossparklauf (Foto: privat)

„Für mich ist der Schlossparklauf jedes Jahr eine gute Gelegenheit meine Form zu Anfang der Saison auf die Probe zu stellen“, so Georg Bär. „Die anspruchsvolle Strecke gefällt mir jedes Jahr wieder. Meine Zielzeit (34:36min) war leider nicht ganz auf dem Niveau vom letzten Jahr (34:25min), sodass ich versuche bis zur Landesmeisterschaft in Lengenfeld weiter aufzubauen.“

Auch Detlef Bär war mit seinem Saisoneinstieg nicht 100 Prozent zufrieden. Er wurde in 40:06min Gesamtzehnter und Zweiter seiner Altersklasse (M45). „Fast schon in traditioneller Weise haben wir die diesjährige Laufsaison mit dem Schlossparklauf in Bad Muskau eröffnet“, erzählt er.

„Er war auch diesmal wieder gut organisiert und gut besucht, so dass es Spaß gemacht hat, im Frühlingssonnenschein auf den gewundenen und mit einigen Anstiegen auch recht anspruchsvollen Wegen des Pückler-Parks zu laufen. Aus meiner Sicht gehört die immerhin länderübergreifende Laufstrecke durch die verschiedenen sehr  abwechslungsreichen und zum Teil spektakulären Parkräume  zu den landschaftlich schönsten Läufen überhaupt. Läuferisch lässt der Saisonauftakt bei mir persönlich noch etwas Luft nach oben, was aber, da wir am Beginn der Saison stehen, auch in Ordnung geht.“

Ebenfalls über die zehn Kilometer am Start waren Christian Richter (6. Platz M40 – 42:29min) und Jürgen Matz (4. Platz M60 – 47:04min).

Über die fünf Kilometer wurde Gustav Paulitz in der mU14 in 21:00min Zweiter, was ihn selbst sehr überraschte, in Anbetracht der Tatsache, dass er tags zuvor beim Radebeuler Winterlauf über die 3,1km am Start war, wo er in 13:10min Vierter seiner Altersklasse wurde.

„Es war das erste Mal für mich, dass ich zwei Läufe hintereinander hatte und somit war es auch eine neue Erfahrung“, erzählt der Nachwuchsläufer. „Der Radebeuler Wintercross war der erste Lauf in diesem Jahr für mich, deswegen war es auch ein aufregendes Gefühl, nach der langen Pause wieder einen Wettkampf zu rennen. Am Samstag war es eher regnerisch und das Profil war etwas schlammig, aber das mag ich ja.

Am Abend war ich dann doch etwas geschafft, deswegen wollte ich es am Sonntag eigentlich etwas langsamer angehen lassen. Aber mal wieder habe ich es einfach nicht hinbekommen, langsam und ruhig zu laufen und habe damit auch für mich überraschenderweise den zweiten Platz rausgeholt. Den Lauf in Bad Muskau fand ich besonders spannend, weil ein Teil auch auf polnischer Seite zu laufen war. Die Sonne schien und es ließ sich angenehm laufen. Das Wochenende war zwar sehr anstrengend, aber es hat sich ja auch gelohnt.“

Gustav Paulitz (Zweiter der mU14 (Foto: privat)

Radebeuler Winterlauf

Gut vertreten war der Citylauf-Verein Dresden beim Radebeuler Winterlauf am vergangenen Sonnabend, sodass nicht alle Ergebnisse aufgeführt werden können.

Bei den Herren standen über die 8,7km zwei Cityläufer auf dem Siegerpodest. Christoph Rodewohl (M30) wurde in 30:38min Zweiter. Auf Rang drei kam Tino Sickert(M40) in 31:43min. Beide siegten damit in ihren Altersklassen. „Der Wintercross war Saisoneinstieg und Standortbestimmung zugleich“, so Tino Sickert. „Die Strecke war aufgrund des aufgeweichten Bodens schwierig zu laufen, aber das galt ja für alle. Die Plätze waren schnell bezogen. Peter Frohnwieser und Christoph Rodewohl waren vorweg und ich konnte einen recht sicheren dritten Platz heimlaufen.“ Sein nächstes Ziel „Citylauf“ wird er, so wie viele andere, aufgeben müssen, da dieser inzwischen aufgrund der Situation um das Coronavirus abgesagt werden musste.

Über die 5,8km wurde Jürgen Matz Zweiter in der M60 (26:09min), Doreen Laveatz siegte in der W40 (27:24min). Claudia Dittrich wurde in der W30 Dritte (30:49min). Ebenfalls Dritte wurde Edelgard Palfi in der W65 über die 3,1km (19:33min). Über die 1,5km war Bruno Körnig am Start und wurde in 8:38min Zweiter der mU8.

Weitere Ergebnisse unter

Mazdalauf in Eilenburg

Bereits am 1. März fand der Mazdalauf in Eilenburg statt. Über die zehn Kilometer wurde Marc Schulze in 32:11min Zweiter bei den Herren. Roman Wagner siegte in der M40 in 35:16min und wurde damit Gesamtzehnter. Ebenfalls dabei waren André Fischer (5. Platz M30 – 36:40min), Jürgen Matz (2. Platz M60 – 44:02min), Claudia Dittrich (1. Platz W30 – 52:27min) sowie Nicky Müller (17. Platz M30 – 52:53min).

von Claudia Trache
Veröffentlicht am 2020-03-12
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