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Team-Event Mad Chicken Run

Am 19.09.2026 um 10:00 Uhr war es soweit: Der Startschuss zum zweiten Teamevent des Citylaufverein war gefallen. Nachdem die Vorbereitung des ersten Teamevents beim Staffelhalf viel zu spät war, hatten wir diesmal gar keine andere Wahl, als früh am Start zu sein. Denn der Mad Chicken Run als größter 24-Stunden-Lauf Europas und Lauffestival für Ultraläuferinnen und -läufer in Cottbus ist 10 Monate im Voraus ausgebucht.

Klar ist damit für die meisten Teilnehmenden: Hier warten ganz neue Ausdauer-Herausforderungen, in die es vorzustoßen gilt.

Schön, dass am Ende 17 Starts zu Buche standen. Zugegeben, damit ist auch ein ganz persönlicher Traum in Erfüllung gegangen. Einmal nicht im Einzel zu starten und gewertet zu sein, sondern nur im Dienst einer Mannschaft zu stehen. Dafür geht zuerst ein großer Dank an den Verein und den Vorstand, der das ganze Abenteuer finanziert hat.

Das Team vor dem Start … René und Tina haben den (spontanen) Fototermin verpasst

Beeindruckend war die Teilnehmerquote der neuen Mitglieder, die bei der initialen Meldung noch gar nicht dabei sein konnten und später in die Mannschaften nachgerückt sind.

Am Ende durften viele von uns die begehrten Hühnerpokale mit nach Hause nehmen. Den ersten gewann unser Sportwart Uwe als schnellster  über die 10 Kilometer. Es wird gemunkelt, dass Uwe wegen der LM am Folgetag Anne und Alex „taktisch eingebremst“ hat, so dass die beiden knapp am Podest vorbeigelaufen sind.

Teamevent heißt auch, sich in den Dienst anderer zu stellen. So waren zunächst Uwe, Alex, Annette und Anne gefragt, die 6- und 24-Stunden-Teams zu unterstützen. Unterstützung ist dabei nicht nur, Essen zu holen. Sondern auch weitere Runden extra mitzulaufen, um Teamkolleginnen aus dem mentalen Tief zu holen.

Denn eines ist sicher: 6 Stunden sind verdammt lang, 24 Stunden noch viel länger. Und zwischendurch für jeden teilweise sehr „spaßbefreit“ – wie Tina es gerne treffend auf den Punkt bringt.

Es läuft am Ende nie 100 % wie geplant: So musste Eric, den ich als Joker für Support und 24-Stunden-Ersatzmann vorgesehen hatte, gesundheitlich am Vorabend endgültig passen. Wir mussten die „Rufbereitschaft“ von Ronald extrem kurzfristig aktivieren. Ronald, ich finde es großartig, dass du zu deinem Wort gestanden hast und pünktlich am Folgetag zum „Dienst“ erschienen bist.

Bei allem Licht, was das Teamevent ausgestrahlt hat, ein wenig Schatten ist immer dabei: Unsere Cross-Mannschaft: „René und die starken Frauen“ war durch die Strecke leider räumlich separiert, so dass dort das Teamfeeling nur eingeschränkt aufkommen konnte.

Am Ende konnten 9 der 17 CLV-Finisher die Keramikhühner mit nach Hause nehmen und 7 in den Ultrabereich vordringen. Für einige das erste Mal 45 km und mehr. Tony erreichte dabei die weiteste Strecke im gesamten 6-Stunden-Teilnehmerfeld.
5 Personen mit Hühnern, 4 Buckles und 1 Team nach der Arbeit (Uli, Tina, Claudi, Knut, Hendrik)

Abends, nach einen Drittel der Gesamtlaufzeit des Events, kam ein spannender Moment: Die Rückreise von drei Autobesatzungen nach Dresden stand an. Steffi und Ina hatten kraft ihrer Ehepartnerschaft das Los gezogen, als Supporter vor Ort zu bleiben, weil die Männer weiter auf der Strecke waren. Hinreichend erschöpft von 6 Stunden Dauerlauf, noch 16 Stunden vor sich. Wie sollte das gehen?
Supporter, das sind die Menschen, die nie auf einem Podest stehen, keine Urkunde und keinen Pokal zu Hause haben und dennoch am Ende mit Schlafmangel erst das Essen holen und hinterher das ganze Zeug einpacken müssen, wenn die 24 h um sind. Ein ganz herzliches Dankschön an dieser Stelle an die beiden.

Zugegeben, ich hatte als Teamkapitän allen Vieren eine Zielstellung mitgegeben, der sich wohl niemand so wirklich entziehen konnte: Der Streckenrekord der 5er-Teams soll in den Besitz des CLV kommen und mind. 400 Runden = 800 Kilometer betragen. Der Name des Teams war ernst gemeint: die Roten rennen 5 Tage.

Hier fällt mir zuerst Knut ein. Der gefühlt kein Ultraevent in unserer Gegend verpasst hat und schon oft an der Zielmarke 100 Meilen gescheitert ist. Nicht weil Knut das körperlich nicht schaffen würde. Wer Knuts „Luxus-Pavillon“ mit Liege und Kocher gesehen hat, dem wird klar: Warum mache das hier eigentlich, wenn es mir nachts nicht gut geht?

Diesmal war klar: Spätestens nach 30 Minuten wecken wir Knut. Das war jedoch gar nicht erforderlich, denn das Warum für das Laufen im Team ließ Knut freiwillig schon viel eher wieder aufstehen.

Fazit: Wunderbar Knut, dein erstes 100 Meilen Buckle ist erreicht und damit die Team-Zielvorgabe übertroffen. Persönlicher Rekord Nummer 1.

Auch Claudi brauchte zwischendurch eine Pause, um die angeschlagene Hüfte irgendwie zur Kooperation zu bewegen. Die Mischung aus Willenskraft, einer Massagepistole, die die Hüftmuskeln immer wieder für genau eine Runde fitvibriert und einer positiven Körpersprache über 24 Stunden machte sie zu einem wichtigen Teammitglied. Claudi war ganz bis zum Schluss auf der Strecke und 112 km heißt: Persönlicher Rekord Nummer 2.

Als Hendrik nach rund 18 Stunden sagen wird: „Die 100 Meilen mache ich voll, aber keinen einzigen Meter mehr.“  …ist das Ausdruck für das Erfolgsgeheimnis des Ultralaufens: Eine unerschöpfliche Willenskraft, trotz vieler Blasenkilometer das Ding auf dem rohen Fleisch zu Ende zu gehen…

Zur Wahrheit gehört auch: Hendrik hatte zwischendurch viele schöne Momente. Er ist ein sehr schneller Geher und kommt mit dem Laufen-Gehen-Wechsel gut zurecht. Die perfekte Mischung für das erste 100-Meilen-Finish. Persönlicher Rekord Nummer 3.

Wer Tina kennt, weiß um ihren Ehrgeiz und ihre Perfektion. Selbst wenn keiner eine Rennstrategie hat: Tina hat eine. Ich werde am Ende auch eine haben. Dank Tinas Excel-Datei-Vorlage. Für unser Teamergebnis habe ich Tina 180 km aufgetragen, aber unausgesprochen ist klar: Sie hat den Damen-Streckenrekord von 200 km im Blick. Tina hatte das notwendige Glück diesmal nicht auf ihrer Seite: Blasen ab 6 Stunden, 2 Stürze, dickes Knie, Übelkeit & Erbrechen. Diese kleinen „Spaßbefreiungen“ summierten sich am Ende, so dass sich Tina nicht so wirklich über ihren persönlichen Rekord von 194 km freute, als wir zusammen ins Ziel liefen.

Meine vier Mitstreiter haben persönliche Rekorde abgeliefert. Nach ca. 21 Stunden klatschten wir uns ab, weil der bisherige Streckenrekord erreicht war. Natürlich wollte ich bis zum Ende mitziehen. Ich habe deshalb vorher Tinas Excel-Datei zweimal ausgefüllt:
Plan A: Der Traum – 212 km mit dem Ziel: Streckenrekord zurückholen und persönlichen Rekord aufstellen.
Plan B: Die Realität – 200 km wegen einer Verletzung am rechten Fuß, dahin werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit während des Laufes wechseln müssen.

Mein Körper lieferte. Ich stieg nicht um und verfolgte stur Plan A bis zur völligen Erschöpfung. Dank des Support-Teams zeitoptimiert. Danke, dass ihr das möglich gemacht habt und am Ende mein Zeug eingepackt, alles abgebaut und nach Hause gebracht habt ;-)

Fazit: Die Roten sind 5 Tage gelaufen, haben 5 persönliche Rekorde aufgestellt und den Streckenrekord von 736 km auf 842 km angehoben. Die 5 Hühner haben sich die Ehrenplätze bei jedem zu Hause redlich verdient.

MCR-Ehrengalerie bei Trodlers im Flur: 4 Köpfige-Hühnerfamilie mit goldenem Ei

Am Ende bleibt zu sagen: Nach dem zweiten Teamevent ist vor dem dritten. Die Ideen liegen in der Schublade. Danke an alle, die mitgemacht und zum Erfolg beigetragen haben.

von Uli Trodler
Veröffentlicht am 2026-09-30

Lauftechniktraining mit Tell Wollert

Laufen kann doch jeder. Stimmt! Man muss ja nur einen Fuß vor den anderen setzen und das ausreichend flott. Oder??

Wir wollten es dann doch genauer wissen und haben Tell Wollert von laufend aktiv im April eingeladen, um uns in einem Lauftechnikkurs Tipps zu gesunder und effizienter Lauftechnik zu geben.

Der Kurs begann mit etwas Theorie. Wie ist der Fußaufsatz? Was machen die Arme? Ist die Schrittlänge wichtig? Wie kann man die Atmung verbessern? Gefolgt von einer ersten Fragerunde. Danach ging es ab in die Halle zur Praxis.

Das Lauf-ABC hatte es dann auch gleich in sich. Denn da war nicht so sehr Schnelligkeit gefragt, sondern vor allem Koordination und Konzentration. Die Füße von hinten nach vorn abrollen, huch? Ja, das Abrollen geht in beide Richtungen! Und sogar mit jedem Fuß in eine andere Richtung, oderseitlich. Die Arme schwingen locker am Körper vorbei und bilden in der Armbeuge das kleine Läuferdreieck. Die Hüfte ist gestreckt und der Blick entspannt gerade aus.

Schnell wurde es aber dann auch noch – beim Lauf gegen das Zugband, bei dem einige von ihrem Hintermann oder ihrer Hinterfrau kaum zu halten waren, und dann auch beim Lauf für die Videoanalyse. Bei der Analyse erhielt jeder individuell Feedback zu seinem Laufstil und persönlichen Verbesserungspotenzial, und Tell gab auch Tipps zu Kräftigungs- und Dehnübungen.


Eine Dehnübung, die Tell allen Läufer und Läuferinnen ans Herz legt, ist der Couch-Stretch. Beim Couch-Stretch werden Hüftbeuger und Oberschenkel gedehnt und so dem Vielsitzen im Alltag entgegengewirkt. Zum Abschluss gab es dann noch mal die Möglichkeit, Tell, der nicht nur Diplomsportlehrer für Prävention, Therapie und Rehabilitation ist, sondern auch ein erfahrener Langstreckenläufer ist, mit Fragen zu löchern.

Fazit von Lutz zum Lauftechnikkurs: Ich muss mal im Nachhinein meine Begeisterung für diese Veranstaltung beurkunden. Habe direkt versucht, einige Dinge umzusetzen und konnte beim Hyrox die pers. Bestmarke verbessern und das fast ausschließlich durch bessere Laufzeiten. Denke aber, da ist trotzdem noch einiges rauszuholen.

Und um noch etwas rauszuholen und das Gelernte zu festigen, wird es in der zweiten Jahreshälfte eine Fortsetzung des Lauftechniktrainings mit Tell geben.

Neugierig geworden, was wir sonst noch so im Citylauf Verein machen? Dann melde Dich gern zu einem Probetraining an und komm vorbei. Wir freuen uns auf Dich!

von Dirk
Veröffentlicht am 2026-09-24

Dresdner Nachtlauf

22 Cityläuferinnen und Cityläufer beim Dresdner Nachtlauf! Dresden feiert Stadtfest – und mitten im Trubel geht es für tausende Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Beim 17. VSB Dresdner Nachtlauf herrscht rund um das Terrassenufer eine ganz besondere Atmosphäre: Musik und Feierlaune auf der einen Seite, konzentrierte Spannung und Vorfreude auf der anderen.

Mittendrin: 22 Läuferinnen und Läufer des Citylaufvereins Dresden. Bei tropisch warmen Temperaturen war der Abend alles andere als einfach. Die Läuferinnen und Läufer der 11,5-Kilometer-Strecke starteten noch im letzten Tageslicht bei sehr heissen Temperaturen und liefen Schritt für Schritt in die Nacht hinein.

Die 6,2-Kilometer-Strecke (hier war es dann nach 22 Uhr schon spürbar kühler) führte dagegen komplett durch die Dunkelheit – begleitet von den Lichtern Dresdens und dem Trubel des Stadtfestes. Und trotz der Hitze wurden starke Zeiten gelaufen.Georg Bär-Dumont erreichte über 11,5 Kilometer in 40:12 Minuten den starken 9. Gesamtplatz, Johannes Polk lief mit 43:06 Minuten auf Rang 18 und wurde gleichzeitig Dritter seiner Altersklasse. Auch Tony Wesse und Marcel Mittrach liefen mit 44:01 bzw. 45:13 Minuten unter die besten 32 des Gesamtfeldes.

Auf den 6,2 Kilometern gab es gleich zwei Altersklassensiege für den Citylaufverein: Eric Graebe gewann die M40 in 23:46 Minuten, Bianka Ott die W45 in 26:31 Minuten. Dazu kamen zwei weitere Podiumsplätze über 11,5 Kilometer: Nancy Schmidt wurde Zweite der W40, Stefan Zschoche Zweiter der M70.

Doch neben Zeiten und Platzierungen war es vor allem die besondere Stimmung, die diesen Abend ausmachte. Eine warme Sommernacht, die Elbe, die Lichter der Stadt und das Stadtfest direkt neben der Laufstrecke – Dresden zeigte sich an diesem Abend von seiner wohl lebendigsten Seite. Und der Citylaufverein mittendrin. 22 Läuferinnen und Läufer, starke Ergebnisse und ein gemeinsames Lauferlebnis in einer ganz besonderen Dresdner Nacht.

von Uli Trodler
Veröffentlicht am 2026-08-27

Pitz Alpine Glacier Trail 2026 – Nachts über den Gletscher zum Geburtstag

Bericht von Eric Graebe

Am 1. August stand für mich ein ganz besonderer Lauf auf dem Programm: der Pitz Alpine Glacier Trail P90 in Tirol. Genau hier, im Pitztal, begann vor fünf Jahren meine Begeisterung für den Trail- und Ultralaufsport. Fünf Jahre später an diesen Ort zurückzukehren, an meinem Geburtstag im Elitefeld zu starten und in einer Sommernacht über den Gletscher zu laufen, schloss für mich einen ganz persönlichen Kreis.

Der Start erfolgte bereits um 23:00 Uhr. Nach einem kurzen Powernap am Nachmittag war an richtigen Schlaf nicht mehr zu denken – die Vorfreude und das Adrenalin waren einfach zu groß. Die Form stimmte, dennoch wusste ich nicht, wie mein Körper auf 90 Kilometer und über 5.000 Höhenmeter reagieren würde. Eine solche Distanz, das Laufen in der Nacht, dazu das hochtechnische alpine Gelände über unendlich viele Stunden – alles war für mich absolutes Neuland.

Die Nacht bot alles, was alpines Trailrunning ausmacht: Regen, Sturm, Gletscherpassagen, technische Trails und ständiges Orientieren im Licht der Stirnlampe. Mit dem Sonnenaufgang zeigte sich das Pitztal schließlich von seiner schönsten Seite. Trotz der anspruchsvollen Bedingungen fand ich meinen Rhythmus und konnte an den langen Anstiegen überraschend gut mithalten – obwohl ich als Läufer aus dem Dresdner Elbtal meine Höhenmeter überwiegend im Mittelgebirge sammle.


Aufgrund einer aufziehenden Gewitterfront entschied sich die Rennleitung am Vormittag zum Abbruch der langen Distanzen. Eine aus meiner Sicht absolut richtige Entscheidung, denn viele Läufer wären am Nachmittag noch stundenlang im hochalpinen Gelände unterwegs gewesen. Sicherheit muss in den Bergen immer oberste Priorität haben.

Ich entschied mich bewusst dafür, nicht direkt auf die verkürzte Strecke ins Ziel zu laufen, sondern den zusätzlichen Abschnitt zur Kaunergrathütte noch mitzunehmen. So standen am Ende trotzdem stolze 65 Kilometer und über 4.500 Höhenmeter auf meiner Uhr – eines der härtesten Rennen, die ich bislang absolviert habe.

Erst nach dem Lauf wurde mir bewusst, wie stark mein Rennen tatsächlich gewesen war. Freunde berichteten mir von der Live-Zwischenwertung und davon, dass viele meinen Lauf verfolgt hatten. Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf der ursprünglichen P90-Strecke zwischenzeitlich unter den Top Ten und in meiner Altersklasse sogar auf Rang drei. Während des Rennens wusste ich davon nichts. Als ich das erfuhr, wurde mir erst richtig bewusst, was ich an diesem Tag geleistet hatte. Dieser Moment, gemeinsam mit meiner Partnerin Yasmin, die mich kurz vor dem Ziel noch einmal motivierte und anschließend in den Arm nahm, wird mir lange in Erinnerung bleiben.

Auch wenn der Wettkampf nicht wie geplant beendet werden konnte, nehme ich vor allem eines mit: die Gewissheit, dass ich auf langen alpinen Distanzen bestehen kann. Dieses Rennen hat Lust auf mehr gemacht.

Denn am Ende zählt nicht das Ergebnis – sondern das Erlebnis. Und das bleibt einmalig. Was für ein Geburtstag.

von Uli Trodler
Veröffentlicht am 2026-08-05

Lauft die Dresdner Straßenbahnlinien

Unser Mitglied Celine Handschak hat es sich vorgenommen, dieses Jahr die Strecken aller Dresdner Straßenbahnlinien abzulaufen.

Mit dabei ist Marcel, ein Freund von Celine. Den der Verein zwar noch nicht als Mitglied gewinnen konnte, der aber diese wirklich schöne Idee teilt.

Wer sich ein wenig bei den öffentlichen Verkehrsmitteln in Dresden auskennt, der weiß, das es (regulär) bis zur Linie 13 geht, wobei die Nummer 5 mal abhanden gekommen ist. Also stehen insgesamt 12 Läufe auf dem Programm.

Am Montagmorgen war es (mal wieder) so weit und die Linie 2 war an der Reihe. Dieser Lauf hatte neben den zwei in schwarz gekleideten Ideengebern prominenten Besuch.
„Roten“ Besuch in Form unseres Sportwartes Uwe Merdon. Und: „Gelben“ Besuch in Form von Lars Seiffert, Vorstand bei den DVB. Gemeinsam sind alle vier die knapp 18 km lange Linie von Kleinzschachwitz nach Gorbitz abgelaufen.
Das heißt: Gegenwind und Endanstieg – die schwere Variante dieser Tour.
Zum Schluss haben die Besucher Uwe und Lars die Organisatoren Marcel und Celine auf den letzten Höhenmetern ein gutes Stück zurückgelassen. Das Uwe schnell laufen kann, wissen wir. Das Lars Seiffert so schnell laufen kann, liegt auch an unserem „Super-Hyrox“ Mitglied Jens Nordmeier. Wer dabei war, hat gleich noch ein paar persönliche Eindrücke und Karrieretipps vom DVB-Chef mitnehmen können.
Das Fazit von Celine: Das war wirklich ein ganz schön cooler Lauf und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben!


Zielfoto an der Endhaltestelle mit Celine, Marcel, Uwe und Lars (Foto: Lars Seiffert)

Vielleicht haben wir Glück, und Vereinsmitglieder können an weiteren Linienläufen teilnehmen.
Vereins-Challenge: Bei der Linie 2 waren zwei Vereinsmitglieder am Start.
Wenn bei jeder Liniennummer mindestens genau so viele Mitglieder wie die Liniennummer teilnehmen …
Die aktuelle Baustellenlinie 44 ist vermutlich nicht im Programm, damit alles machbar.

von Uli Trodler
Veröffentlicht am 2026-07-25

Die Tortour an der Ruhr – eine Schicksalsprüfung

Beim Spartathlon in Athen lernen Ina und ich Matthias kennen. Und Conny, seine Frau und Supporterin. Wie man im Volksmund so schön sagt: Die Chemie bei uns Vieren stimmte. So beschlossen wir eine gemeinsame Crew für dieses Laufevent zu bilden.

In Korinth ging es Matthias dann gar nicht gut. Ich musste allein weiterlaufen, weil es zu ungewiss war, ob er den Spartathlon fortsetzen kann. Eine Minute vor dem Cut off versuchte Matthias dann sein Glück.
Der Mut hat sich gelohnt, er ist heute der älteste Spartathlon-Finisher aller Zeiten weltweit.

Die Tortour de Ruhr war jetzt die Chance, dass wir als Team das zu Ende bringen, was uns in Sparta nicht vergönnt war. Da Ina gern zum Backyard nach Hamburg wollte, passte es perfekt, dass wir uns die bei diesem Event obligatorische Crew mit Conny, Leni und Jonas teilen konnten.
An der Stelle von Herzen danke Euch dreien, dass ihr Matthias und mich so fantastisch unterstützt habt.


Hat ebenso wenig geschlafen wie ich: Unser Crew-Mitglied Conny

Matthias fragte mich schon vorher, ob ich mir wirklich sicher sei, wo ich doch in die Top 3 laufen könne und ihn nun als Bremse hätte.
Da sind zwei wesentliche Punkte:
Erstens: Das gemeinsame Laufprojekt war mir wichtiger als die Endplatzierung.
Zweitens: Matthias hat dieses Jahr zwei deutsche Rekorde bei den Männern 70 aufgestellt: 1:25 im Halbmarathon und 3:44 über 50 km. Sorry, aber für diese Zeiten muss ich mich auch ganz lang machen …

14 Tage vorher beim gemeinsamen „Abschlusstraining“ bei der DM Trail in Nesselwang, waren wir nahezu zeitgleich nach ca. 10 Stunden im Ziel. Das konnte doch nur gut werden ….

Unsere Taktik war: Wenn es die ersten 20 km nach der Ruhrquelle stark bergab geht…
… bitte nicht mehr als 10 km/h oder mit einer 6er Pace.
Bedeutet: Das Läuferfeld erstmal weglaufen lassen. Ich war als Bremsläufer für Matthias eingeteilt und die ersten 13 Km hatten wir privat als Crew noch einen vielfachen deutschen Meister als zweite Bremslokomotive. Lothar Esser – der „Uwe Merdon des Spiridon Frankfurt“, einem der erfolgreichsten deutschen Laufvereine.

Zwischen Kilometer 25 und 45 hatten wir Jonas als zweiten Bremsläufer an unserer Seite. Die Taktik war in Anbetracht der Hitze wunderbar. Wir liefen mit Pausen sehr gleichmäßig etwa 9 Kilometer jede Stunde. Ab Kilometer 30 waren wir konstant auf der Überholspur, weil viele das Tempo drosseln mussten.

Das Wetter war Spartathlon 2.0, nur ohne Eiswürfel aller 5 km und mit etwas mehr Schatten, wegen einiger Bäume. Trotzdem brauchten wir unsere Crew aller 5 km mit Kühlwasser, damit das feuerrote Citylaufverein-Schlauchtuch auf meinem Kopf immer Nass bleibt. Bei km 58 passiert dann das Unerwartete: Wir haben einen schönen Treffpunkt im Schatten, versorgen uns, nehmen Kühlwasser auf. Plötzlich rutscht Matthias zusammen. Jonas und Leni bringen ihn in stabile Seitenlage. Grundsätzlich ist so ein kurzer Kreislaufstopp nicht ungewöhnlich bei den extremen Belastungen und auch mir schon passiert. Da Matthias aber etwa 30 Sekunden weg war, ist die Sache zu riskant: Wir alarmieren den Rettungsdienst.

Jonas animiert mich zunächst, weiterzulaufen. Aber meine Entscheidung ist klar. Diesmal haben wir genug Zeit bis zum Cutoff und ich möchte beim gemeinsamen Happy End am Rheinorange dabei sein.
Ich glaube an das Comeback von Matthias wie 2024 in Korinth.

50 min später laufen wir weiter. Matthias ist top motiviert und aufgeben kommt nicht in Frage. Der Notarzt sah das naturgemäß anders, konnte aber nach 30 min EKG, Blutdruck & Co nur einwandfreie Werte feststellen.

Auf den folgenden Kilometern begleitete uns Jonas wieder und passte gut auf uns auf. Die Unbeschwertheit von vorher war nun weg. Vorsichtig steigerten wir das Tempo bauten strategische Gehpausen ein. Wir hofften auf die Kühle der Nacht. Die nächsten 30 km waren hoffnungsvoll, allerdings wurde dann augenfällig, dass Matthias viel weniger Essen annahm als ich.

Wir machten uns Sorgen und versuchten es mit Cola, Hafermüsli und einem speziellen Isodrink. Bei Kilometer 106 war dann klar, entweder große Essenspause nach Pasta-Party Art oder die Energie wird nicht reichen. Nach 15 min Bedenkzeit entschied sich Matthias gegen das Essen und schickte mich allein auf die Strecke.

Es war nun dunkel und alles fühlte sich für mich wie zwei getrennte Wettkämpfe an. Ich hatte zunächst einige Mühe, nach dem „Neustart“ des verbleibenden 122 km Rennes den gewohnten Rhythmus zu finden. Die gleiche Taktik ging am Ende auf: möglichst 10 Kilometer die Stunde durchlaufen, aller 2 Stunden Conny treffen und 15 min pausieren.

Man kann einem Laufpartner Sachen abnehmen, Essen & Trinken abgeben, aber eines leider nicht: Ein Stück von der eigenen Form abgeben. Ich hatte einen exzellenten Tag erwischt. Viele Läufer, die ich überholte, freuten sich darüber und hätten gern auch dieses Gefühl gehabt.

In der Kühle der Nacht malte ich mir als Happy-End aus, dass Matthias früh nach dem Ausschlafen auf das Rad steigt und wir dann zusammen beim Ziel Rheinorange in Duisburg ankommen. 33 km vor dem Ziel war es dann soweit, Matthias hatte sich erholt und so rauschten wir mit weitgehend fliegender Versorgung und immer noch konstantem Lauf-Tempo dem Ziel entgegen.

Zielegrü0ung durch den Org-Chef
Begrüßung im Ziel durch Org-Chef Jens Witzel

Wir Menschen sind so konstruiert, dass sich jeder von uns über eine Belohnung für die Mühen freut. Urkunden, Pokale, Gürtelschnallen, Siegerehrungen, Ranglistenpunkte…

Ich sollte diesmal neben der 100-Meilen-Gürtelschnalle eine besonders wertvolle Belohnung bekommen. Die hoffentlich und vermutlich einmalig bei einem Lauf bleiben wird: Den anerkennenden Respekt anderer Läufer, dass ich mich am Rettungswagen bewusst gegen eine mögliche Treppchen-Platzierung und für unser gemeinsames Laufprojekt entschieden hatte.

Stichwort Belohnung:

Der spätere Dritte ist mit Jürgen Klopfer ein Athlet, den ich 2024 in Griechenland ebenso kennen und schätzen lernen durfte. Seine große Freude war auch mir eine Freude. Er hatte bei seiner ersten Teilnahme eine Tortour erlebt und konnte sich nun „Spartathlon-Hitzeerprobt“ mit einem Rheinorange-Pokal belohnen.

Auch ich sollte noch eine weitere Belohnung erhalten. Oliver Witzke, der Organisator der Heidi222 war als Crew vor Ort und schenkte mir als Vorjahressieger einen Freistart für das nächste Jahr. Damit ist seit Pfingsten 2026 wohl klar, was ich Pfingsten 2027 machen werde.

von Uli Trodler
Veröffentlicht am 2026-05-27

Dresdner Festspiele im Vogtland – Citylaufverein beim Göltzschtalmarathon kaum vom Podest zu bekommen

Dresdner Festspiele im Vogtland – Citylaufverein beim Göltzschtalmarathon kaum vom Podest zu bekommen

Was passiert, wenn der Citylauf-Verein Dresden e. V. geschlossen ins Vogtland reist? Richtig – es wird voll. Und zwar nicht nur auf der Strecke, sondern vor allem auf dem Podest.

Beim 57. Göltzschtalmarathon am 11. April 2026 in Lengenfeld zeigten 14 Athletinnen und Athleten des Vereins im Halbmarathon eindrucksvoll Präsenz. Bei nahezu idealen Laufbedingungen – sonnig, etwa 12 Grad und nur ein leichter Wind – entwickelte sich das Rennen auf der leicht welligen Strecke (aber noch unter 100 Höhenmeter insgesamt) zu einem echten Frühlauf-Highlight. Und mittendrin: ganz viel Vereinsfarbe Rot.

Schon früh im Rennen mischte Erik Lutzmann vorne mit und bestätigte seine starke Form. Mit einem hervorragenden 4. Platz im Gesamtklassement und Rang 3 in der Altersklasse M20 setzte er ein deutliches Ausrufezeichen. Dahinter lieferten auch Eric Graebe (24. gesamt, 5. AK) und Christian Richter (26. gesamt, 5. AK) starke Leistungen ab – eine geschlossene Mannschaftsleistung, die sich sehen lassen konnte.

Doch damit nicht genug: In den Altersklassen gab es weitere Highlights. Uwe Merdon sicherte sich souverän den Sieg in der M60, während Nancy Schmidt ihre Altersklasse W40 gewann und damit ebenfalls ganz oben auf dem Podest stand.

Apropos Podest: Dort wurde es im Laufe des Tages fast schon eng – zumindest immer dann, wenn der Citylaufverein aufgerufen wurde. Besonders eindrucksvoll war die Teamwertung der Frauen: Hier sicherten sich Bianka Ott, Nancy Schmidt und Marina Helas souverän den Sieg. Doch damit nicht genug – auch die zweite Mannschaft mit Steffi Graf, Anne Krüger und Alexandra Gering lief auf einen starken dritten Platz. Ein Doppelschlag, der die mannschaftliche Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Auch die Männer ließen sich nicht lumpen und liefen geschlossen auf Rang drei der Teamwertung – angeführt vom starken Trio Lutzmann, Graebe und Richter. Eine weitere Mannschaft platzierte sich zusätzlich auf Rang sieben und rundete das starke Gesamtbild ab.

Und so kam es, wie es kommen musste: Die Siegerehrung zog sich. Nicht etwa, weil sie schlecht organisiert war – sondern weil immer wieder jemand im roten Trikot nach vorne gebeten wurde. Ein kollektiver Abgang? Fehlanzeige. Erst nach über einer Stunde konnte der Citylaufverein geschlossen die Heimreise antreten – mit müden Beinen, aber umso breiterem Grinsen.

Fazit: Der Göltzschtalmarathon 2026 wurde nicht nur zu einem sportlichen Erfolg, sondern zu einem echten Vereinsausflug mit Festspielcharakter. Oder anders gesagt: Wenn Dresden läuft, dann richtig.

von Uli Trodler
Veröffentlicht am 2026-04-19

Novaled Citylauf Dresden

Am Sonntag, den 22. März, war es endlich wieder so weit:Der „NovaledCitylauf Dresden“ eröffnete offiziell die Wettkampfsaison 2026 in der Laufhochburg Dresden. Rund 6.000 Teilnehmer:innen folgten dem Ruf an den Start – so viele wie noch nie zuvor. Ein starkes Zeichen für die Laufszene in Sachsen und ein großes Kompliment an das engagierte Organisationsteam sowie die zahlreichen Helfer:innen entlang der Strecke. Dafür bedanken wir uns bei unserem Kooperationspartner der Laufszene Events GmbH.

Mitten im Getümmel: 71 rot gekleidete Cityläufer:innen, die auf allen Distanzen vertreten waren und damit gleich unseren vereinsinternen Teilnehmerrekord knackten. Gelaufen wurde wie gewohnt über vier Strecken, doch Tradition heißt beim Citylauf längst nicht Stillstand: Ein neues Start- und Zielareal direkt unterhalb des Italienischen Dörfchens sorgte für frische Eindrücke – selbst für alle, die Dresdens Laufstrecken sonst im Schlaf kennen.

Den Auftakt machten die jüngeren Athlet:innen beim 2-Kilometer-Schüler- und Kinderlauf. 20 hochmotivierte Kinder aus beiden Kidstrainingsgruppen unseres Vereins standen hier an der Startlinie. Neben vielen tollen Einzelleistungen sprang am Ende sogar ein hervorragender vierter Platz in der Vereinswertung heraus. Herzlichen Glückwunsch!

Über die 5-Kilometer-Distanz gingen anschließend 13 Cityläufer:innen an den Start und zeigten ebenfalls starke Leistungen in ihren jeweiligen Altersklassen. Besonders erfreulich: Drei zweite und drei dritte Altersklassenplätze gingen auf unser Konto.

Ein echtes Highlight folgte mit dem Bambini-Lauf über 450 Meter. Fünf unsererjüngsten Sprösslinge meisterten ihre Strecke mit leuchtenden Augen und präsentierten anschließend stolz ihre wohlverdiente Lenny-Medaille. Ein unvergessliches Erlebnis, das sicher Lust auf mehr gemacht hat.

Am frühen Mittag fiel dann der Startschuss für die beiden Hauptläufe über 10 Kilometer. Insgesamt 32 Cityläufer:innen waren hier unterwegs und überzeugten mit konstant starken Leistungen. Sieben Läufer blieben unter der Marke von 40 Minuten, fünf Läuferinnen unter 50 Minuten. Besonders erfreulich: Mehrere persönliche Bestzeiten sorgten für extra strahlende Gesichter im Ziel.

Doch am Ende zählen nicht nur Zeiten und Platzierungen. Der CitylaufDresden lebt vom Miteinander – vom gemeinsamen Warmmachen, vom Wiedersehen bekannter Gesichter und vom Austausch vor und nach dem Lauf.
Gesund, zufrieden und mit einem Lächeln im Ziel anzukommen, ist schließlich der schönste Lohn für all die Trainingskilometer zuvor.

von Dirk
Veröffentlicht am 2026-04-13
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